Skyquakes & Exorzistpills

Menschen ziehen an mir vorbei wie Blätter im Wind. Texte tun mir weh wenn sie zu wahr sind. Niemand braucht den Realtalk. Doch was bedeutet schon so ein Text? Die besten Texte sind jene, die wir nie zu Papier gebracht haben. Sie sind nicht mal für uns selber sichtbar, aber genau da gehe ich hin. In die Dunkelheit. Ich gehe dahin. Zu dem Text.

Dort, wo es keine Wörter gibt, nur Gemütszustände. Dort, wo Alkohol gefriert. Wo Nachts Züge über die Schienen schlittern, die sich anhören wie Kirchenchöre, wie Mistpuffer über einer schlafenden Stadt. Wo gewöhnliche Dinge aus dem Augenwinkel aussehen wie Menschen und Monster. Dort, wo mein Herz in Tinte getränkt wurde. Wo sich Zeit anders anfühlt. Dort, wo ich dein Gesicht gegen einen Sonnenaufgang eingetauscht habe. Wo fog guns mich erschießen. Dort bin ich, in meinem Herbstleben, mit meinem Herz, ein Klumpen aus gefrorener Tinte.
Ich bin nicht high, kann ich nicht sein, denn Menschen sind Monster. Die Drogen sind Exorzistpills und offenbaren mir die Dämonen der Menschen. Hier kehrt sich mein Innerstes nach außen. Wann habe ich endlich öfter einen Sonnenaufgang gesehen, als dein Gesicht vor dem Einschlafen? Was für ein Monster du auch erblickst wenn du mich ansiehst, in meinem Herzen ist ein gefrorener Text über einen Jungen, der ich irgendwann einmal war, und niemals geschrieben wird.

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