Tag Archives: Depressionen

Skyquakes & Exorzistpills

Menschen ziehen an mir vorbei wie Blätter im Wind. Texte tun mir weh wenn sie zu wahr sind. Niemand braucht den Realtalk. Doch was bedeutet schon so ein Text? Die besten Texte sind jene, die wir nie zu Papier gebracht haben. Sie sind nicht mal für uns selber sichtbar, aber genau da gehe ich hin. In die Dunkelheit. Ich gehe dahin. Zu dem Text.

Dort, wo es keine Wörter gibt, nur Gemütszustände. Dort, wo Alkohol gefriert. Wo Nachts Züge über die Schienen schlittern, die sich anhören wie Kirchenchöre, wie Mistpuffer über einer schlafenden Stadt. Wo gewöhnliche Dinge aus dem Augenwinkel aussehen wie Menschen und Monster. Dort, wo mein Herz in Tinte getränkt wurde. Wo sich Zeit anders anfühlt. Dort, wo ich dein Gesicht gegen einen Sonnenaufgang eingetauscht habe. Wo fog guns mich erschießen. Dort bin ich, in meinem Herbstleben, mit meinem Herz, ein Klumpen aus gefrorener Tinte.
Ich bin nicht high, kann ich nicht sein, denn Menschen sind Monster. Die Drogen sind Exorzistpills und offenbaren mir die Dämonen der Menschen. Hier kehrt sich mein Innerstes nach außen. Wann habe ich endlich öfter einen Sonnenaufgang gesehen, als dein Gesicht vor dem Einschlafen? Was für ein Monster du auch erblickst wenn du mich ansiehst, in meinem Herzen ist ein gefrorener Text über einen Jungen, der ich irgendwann einmal war, und niemals geschrieben wird.

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Summertime sadness & midnighttrouble

Die Nachtluft kratzt mein Innerstes auf und die Wunden sind so klaftertief, dass ich nicht nach treffenden Formulierungen dafür graben möchte.

Spätsommer riecht nach süßer Asche. Die Trümmer meiner Träume aber auch. Du hältst mich fest, wenn ich der weichenden Sonne hinterherlaufe. Bis zum Gott erbarmen. Du strahlst Sicherheit aus, die mich trotzdem warm hält. Auch Nachts; Wenn ich über Steine laufe, die mir im Weg sind, und irgendwann mal Stücke meiner Träume waren. Manchmal frage ich mich, zu welchem sie wohl gehörten. Ich glaube, sie erodieren eines Tages durch dein Odem, lassen das Relief verlustig gehen, welches summertime sadness auf ihnen hinterlassen hat und midnighttrouble in mir. Hauch mir Leben ein.
Aber bitte lass mich danach nicht los.
Man kann leicht über Traumleichen gehen, aber einfach ist es sicher nicht.

I count my demons as they dance around my bed
I feel them breathing down my neck, it never ends
Tied up in bondage and I’m tired of giving in
I’m bleeding freedom through the stitches in my skin

Warmer Regen 🌧

Manchmal muss man einfach nur vor die Tür gehen. Ich gehe raus und es riecht nach Regen, bevor es überhaupt angefangen hat zu regnen. Es ist so, als würde ich deine Wärme spüren, bevor du mich berührst. Wie auserkoren und restriktiv ich mich auf einmal fühle, jetzt wo der Äther zu mir spricht. Der Regen gibt mir in diesem Moment mehr Kraft als deine Wärme es je tat. Und das will was heißen, denn die hat mir gestern immerhin das Leben gerettet, als ich mal wieder in deinen Armen zu sterben drohte.

Ich weiß nicht, ob der Regen mein Gesicht wäscht oder mit mir zusammen weint, aber er ist mein bester Freund und er weiß, dass es mir schlecht geht. Ich bin so traurig, ich werde schon wieder glücklich. Und ich bin so froh, dass du mich nicht kennst.